Jubiläumsfeier beim AWO Ortsverein Unterhaching – 70 Jahre Einsatz für die Menschen vor Ort

Anlässlich dieses runden Jubiläums zeigt der Ortverein im Rathaus Unterhaching derzeit eine Ausstellung über die AWO Gründerin und erste Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz. „Eine Powerfrau, der wir einiges zu verdanken haben“, nannte die Münchner Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann Juchacz in ihrer Rede. Ihre Werte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind 100 Jahre nach der Gründung aktuell wie eh und je. Ortsverbandsvorsitzende Waltraud Rensch erinnerte im Rückblick an die Powerfreu der AWO in Unterhaching: Rosa Bauer. Es war schön, die Feierstunde mit Ausstellungseröffnung miterleben zu können. Auch Kreisvorsitzender Max Wagmann war natürlich gekommen – danke und gratulierte dem größten AWO-Ortsverein im Landkreis.

Waltraud Rensch sammelte zur Feier ganz viel aktuelle politische SPD-Frauenpower um sich: (v.l.) Mich als stellv. Landrätin und Landtagskandidatin, AWO Ortsvorsitzende Waltraud Rensch, unsere junge Bezirkstagskandidatin im Süden Ramona Greiner, Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann und natürlich als besonderer Gast, den Dankesworte- und Glückwunschüberbringer Bürgermeister Wolfgang Panzer.

Unterwegs mit Spitzenkandidatin Natascha Kohnen bei Medienbetrieben in Unterföhring

Jugend will Werte und Miteinander
Auch Privatmedien spüren: Spaßgesellschaft im Wandel

Der Blick über die Dächerlandschaft der Pro7/Sat1-Gesellschaft in Unterföhring, den ich zusammen mit SPD-Landtags-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen erleben durfte, war auch inhaltlich positiv stimmend.
    

Die Vizepräsidentin der ProSiebenSat.1 Media SE, Annette Kümmel, seit drei Jahrzehnten im Unternehmen, erlebt in den vergangenen Jahren eine Wandel in der jungen Generation Mitarbeiter und auch der Programm-Nutzer: Weg vom egoistischen Denken, hin zu Zusammenhalt, Miteinander, nachhaltigen Werten.


Deshalb soll auch das Programm des Privatanbieters für mehr Politik geöffnet werden – politische Sendungen im neuen Format – attraktiv für die Jugend von heute!

Danke an SPD-Vorsitzenden und Gemeinderat Thomas Weingärtner, der für die zwei Landtagskandidatinnen im Landkreis München einen so informativen Tag im Unterföhringer Medien-Campus ermöglichte. Ob bei Pro7, bei Astra, die von Unterföhring 24 Stunden TV-Programm nach Deutschland und die Welt zum Satelliten schicken, oder bei Vodaphone Kabel Deutschland, die die Zukunft für TV im Internet eröffnen, es war ein höchst informativer und optimistisch stimmenden Tag
  

Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr und „At Ease“ Bigband der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg

Wieder ein Termin als stellvertretende Landrätin, der mir interessante Begegnungen ermöglichte:

Frau Professor Dr. Merith Niehuss ermöglichte dem bekannte Hochfrequenzwissenschaftler Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Ulrich L. Rohde, Dr. Thomas Zimmermann vom Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr München in Garching, Neubibergs zweiten Bürgermeister Volker Buck und mir eine Rundfahrt über das Bundeswehrgelände: Ob zur sanierten, neuen Uni-Bibliothek, zur Faktultät Maschinenbau mit Blick auf alte Starfighter, zum Parkplatz, wo dem nächsten darüber weitere Wohnungen für die 3000 auf dem Campus lebenden Studenten entstehen werden, zu den schon errichteten neuen Studentenwohnheimen, in die historische amerikanische Kirche, oder auch auf die Teststrecke für autonomes Fahren der Luft- und Raumfahrttechnik.

Loisachgaufest 2018 – was für ein schönes Fest!!!!


Ich danke dem Landrat so sehr, dass ich ihn vertreten durfte. Was für ein beeindruckendes Zusammenkommen der Trachtenvereine in Baierbrunn.
Danke auch Richard Händl, dem Vorstand des Trachtenvereins Baierbrunn und Bürgermeister Wolfgang Jirschik für die herzliche Betreuung am Festtag. Danke an meinen freundlichen Nachbarn bei der Messfeier, Luitpold Rupprecht Heinrich Prinz von Bayern.

Und ganz besondere Anerkennung an Pfarrer Peter Johannes Vogelsang, der in der Messe vor rund 3000 Trachtlern aus dem Oberland vor der Gnadenlosigkeit im Leben warnte und zum Knüpfen des Netzes mit Gnade und Menschlichkeit aufrief.

Abschluss nach 7 Runden der Gesprächsreihe „Frauen im Landkreis“

100 Jahre Frauenwahlrecht in Bayern

Letztlich ist auch die Gleichberechtigung wieder eine Bildungsfrage! 

In meiner Gesprächsreihe ging es mir darum, Frauen vorzustellen, die selbstbewusst, kraftvoll, engagiert und glücklich ihr Leben leben.
Das ist mir in diesen sieben Veranstaltungen wahrlich gelungen.
14 wunderbare, warmherzige und tatkräftige Frauen waren meine Gäste:
Die Unternehmerinnen Michaela Harlander und Michaela Mellinger, die Politikerinnen und Frauen der Kirche Johanna Rumschöttel und Ruth Markwart-Kunas, die Sportfunktionärinnen Elke Baumgärtner und Brigitte Pfaffinger, die Sozialmangerinnen Gabriele stark-Angermeier und Nicole Schley, die für das Ehrenamt kämpfenden Nicole Gerhardt und Martina Hanuschik, die Bürgerinnen mit fremden Wurzeln Edith Otiende-Lawani und Ingrid Rothenbacher-Zänker, sowie die Frauenrechtlerinnen und SPDlerinnen Maria Noichl und Micky Wenngatz.

Das Ergebnis aller Gespräche:
Frauen leben genauso erfolgreich wie Männern ihr Leben, sind kraftvoll und durchsetzungsfähig. Das erscheint als banale Erkenntnis. Allerdings sind dies die Frauen nur dann, wenn sie die Kraft haben und auch einfordern, was ihnen auf dem Papier als Recht zusteht. Alle Frauen bestätigten: Um gleichgestellt zu sein, mussten sie mehr Mut, Kraft, Durchsetzungsfähigkeiten haben,  als Männer in vergleichbaren Positionen; ob in der Wirtschaft oder im kirchlichen Leben, ob im sozialen Bereich oder gar als Ausländerin. Es geht nicht um Kampf gegen Männer und für Frauen, es geht um echte Chancengleichheit und das Gesamtsystem. Frauenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe, die in alle gesellschaftlichen Bereiche hineinwirkt und Gutes bewirkt. Echte Gleichstellung von Frau und Mann entlastet Alle.

Wenngatz und Noichl brachten es beim abschießenden 7. Gespräch, wo es rein um Frauenpolitik ging, auf den Punkt:
Wenn nachwievor gesellschaftlich die Stimmung herrscht, es liege an den Frauen, wie es der Familie geht, oder Frauen können gut Wirtschaft in der zweiter Reihe, aber weniger gut in Führungsposition,  sind egoistische Mütter, wenn sie auch arbeiten gehen wollen,  sind unweiblich, wenn sie Forderungen aufstellen und Rechte einfordern, dann bleibt das Gesamtsystem unter Druck. Gerade der Familie schadet dies. Maria Noichl beschrieb das System der kommunizierenden Röhren zwischen Mann und Frau: Nur wer das Gesamtsystem erleichtere, wer Kindereinrichtungen in hoher pädagogischer Qualität ermögliche, gleiche Renten und gleiche Besteuerung von Frau und Mann, und Frauen wie Männer mehr Zeit für Familie ermögliche, der nehme Druck aus den kommunizierenden beiden Röhren. Empörend sei, dass Deutschland Schlusslicht in Europa ist, was den Zugang des Vaters nach Trennung und Scheidung zu den Kindern betreffe. Es werde jetzt dafür von der EU abgemahnt. Dies zeige, wie man die Aufgabenverteilung in der Familie in Deutschland immer noch sehe – Kinder sind  immer noch Hauptaufgabe der Mutter.

Das A und O etwas zu verändern, darin waren sich die Frauen einig, ist ein besseres Bildungssystem. Mehr Sozialkundeunterricht, mehr politische Bildung, mehr Begegnungen mit Politik und dem Leben draußen, das brauche die Schule heute! Dem stimme ich zu 100 Prozent zu. Vor allem brauchte Schule mehr Selbstverständnis dafür, auch eigene Meinungen entwickeln UND äußeren zu dürfen. Dieses Recht haben in unseren Schulen leider Mädchen wie Jungen nicht.

 

 

Ihre Annette Ganssmüller-Maluche
Stellvertretende Landrätin
Landtagskandidatin München-Land Nord
Liste 2, Platz 13

Einladung : 5. Runde der Gesprächsreihe „Frauen im Landkreis“ – Ehrenamt! Mehr Amt als Ehre?!

Sonntag – 25. März in Garching

Ehrenamt! Mehr Amt als Ehre?!
Warum sich für andere engagieren?!

Wenn man in Wikipedia nachliest, dann hat das so genannte „Ehrenamt“ mit einer öffentlichen Funktion zu tun, mit einer Wahl  und es wird als altruistisches, unentgeltliches Handeln verstanden. Andere Worte dafür sind  auch „bürgerschaftliches Engagement“ oder „Freiwilligentätigkeit“.

Wir sprechen in der 5. Runde der Gesprächsreihe „Frauen im Landkreis“ mit zwei Frauen, die genau von solcher ehrenvoller Arbeit viel verstehen: Sie leisten freiwillig, unentgeltlich, aus Liebe zum Menschen Dienst am Nächsten in ihrem Wohnort, in ihrer Stadt Garching.

Wir wollen von Nicola Gerhardt, Vorsitzende Pfarrgemeinderat St. Severin und Helferkreis Garching und Martina Hanuschik, Vorstandsmitglied der Nachbarschaftshilfe Garching e.V erfahren, wie befriedigend und auch eben unbefriedigend solche unentgeltlich Wohlfahrtspflege für sie als Helferinnen ist. Wie die eigene Familie davon betroffen ist. Was es braucht, um durchzuhalten und um Freude und Leichtigkeit im tun zu behalten.

Das Gemeinwesen würde ohne solches bürgerschaftliches Engagement  nicht funktionieren. Das wird immer von Einrichtungen und der Politik betont.
Wir wollen auch darüber sprechen, was es an handfester Unterstützung bräuchte, wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen materiell wie ideell für ehrenamtliches Tun verbessert werden können.

Diskutieren Sie kommenden Sonntag bei Kaffee und Kuchen
mit mir und meinen  Gästen

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Einladung zur 5. Runde im Rahmen meiner Gesprächsreihe
„Frauen im Landkreis“

Ehrenamt! Mehr Amt als Ehre?!
Warum sich für andere engagieren?!

Wir sprechen mit
Nicola Gerhardt, Vorsitzende Pfarrgemeinderat St. Severin und Helferkreis Garching
und
Martina Hanuschik, Vorstandsmitglied der Nachbarschaftshilfe Garching e.V.

Gesprächsführung:
Annette Ganssmüller-Maluche, Stellvertretende Landrätin im Landkreis München

Sonntag, den 25. März 16 bis 18 Uhr, Beethovensaal im Römerhoftheater ,
Riemerfeldring 2, 85748 Garching bei München

Einladung zur 4. Runde der Gesprächsreihe „Frauen im Landkreis“

Was muss uns unser Sozialstaat wert sein?

Die Sozialmanagerin
Not sehen und handeln –
Kindererziehung, Integration, Pflege und mehr!

Mit Gabriele Stark-Angermeier,
Vorstand beim Diözesan-Caritasverband München-Freising

und Nicole Schley,
Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Bezirk Oberbayern

Moderation: Annette Ganssmüller-Maluche, Stellvertretende Landrätin

Sonntag, den 11. März,  16 bis 18 Uhr
Unterschleißheim, Grüner Saal, Birkenstraße 2

U-Bahn Martinisried – Seehofer um Hilfe gebeten!

Wie, ist das immer noch nicht erledigt“ Ministerpräsident Horst Seehofer schaute mich gestern fassungslos an, als ich ihn fragte, ob ihm „U-Bahnverlängerung Martinsried“ etwas sage. Immerhin hatte ihn Alt-Landrätin Johanna Rumschöttel in ihrer Amtszeit immer und immer wieder auf das Thema angesprochen. „Woran hakt es denn“ fragte der Ministerpräsident nach. Ich erklärte ihm, dass es derzeit vor allen an den Verträgen zu den Grunddienstbarkeiten für die Gleisflächen fehle – also am Finanzministerium hake. Auch da legte sich die Stirn in Falten. „Ich kümmere mich drum“, erklärte mir Seehofer noch. Da werde ich ihn heute mit einer Email an die Staatskanzlei doch vorsichtshalber noch einmal erinnern.
Landrat Christoph Göbel, „not amused“ über mein Vorpreschen in Keferloh, erklärte mir gleich, dass alles laufe, er letztens mit 20 Personen alles durchgesprochen habe.
Na, das freut mich doch, dass die SPD im Kreistag mit ihrer Forderung nach einem runden Tisch wenigstens ein bissl was vorangetrieben hat 😉
Dann warten wir weiter ab, ob die U-Bahn im Würmtal doch endlich einmal ins Rollen kommt.

SPD fordert Ausbau des ÖPNV und der überlasteten Straßen im Norden!

Staatsregierung muss endlich handeln und Fakten schaffen!

Beim Treffen der fünf SPD-Ortsvereine im Münchner Norden, OV Denning und OV Bogenhausen-Oberföhring aus München, sowie die SPD-Ortsvereine aus dem Landkreis, OV Aschheim, OV Unterföhring und OV Ismaning, einigte man sich auf Forderungen in Sachen ÖPNV und Straßenausbau.

Die SPD fordert alle Beteiligten, insbesondere die Staatsregierung zu konkreten Schritten für folgende Planungen auf:

 

  • Bau einer Nordring-S-Bahn auf den Schienen der DB Süd
  • Ausbau des Föhringer Rings mit eigener ÖPNV-Spur,
  • Ausbau der M3 sowie Aufstufung dieser Kreisstraße zur Staatsstraße.

  • Nur mit einer schnellen Umsetzung dieser drei Forderungen kann es zur Entspannung der täglich immer stärker werdenden Belastungen kommen und nur so ist in den nächsten Jahren ein Verkehrskollaps im Nordosten Münchens zu vermeiden.

    Insbesondere der schon im Bundesverkehrswegeplan festgesetzte vierspurige Ausbau der

    B 471 macht einen Ausbau der M3 und des Föhringer Rings zwingend notwendig. Der Zubringer zur Autobahn ist bereits jetzt als problematisch einzustufen, in Zukunft wird dieses Nadelöhr den Verkehr vollständig lahm legen.

    Besonderen Wert legen die Vertreterinnen und Vertreter der fünf Ortsvereine auf eine Förderung des ÖPNV. Wenn für Busse – oder auch langfristig für schienengebundene Verkehrsmittel – keine Trasse frei bleibt, steht der Verkehr endgültig still.

    Der ÖPNV muss schnell und, nach einer Einigung mit dem MVV, auch kostengünstig sein! Nur dann wird der Individualverkehr reduziert und das Umsteigen auf den ÖPNV noch attraktiver gemacht werden können.

    Annette Ganssmüller-Maluche, (Stellvertretende Landrätin Kreistag München)

    Reiner Knäusl (Ortsverein Ismaning)

    Johanna Hagn (SPD-Fraktionssprecherin im Gemeinderat Ismaning)

    Thomas Weingärtner (Ortsverein Unterföhring)

    Ingrid Lenz-Aktas (Ortsverein Aschheim, SPD-Fraktionssprecherin Kreistag München)

    Martin Tscheu (Ortsverein Bogenhausen-Oberföhring)

    Wolfgang Helbig (Ortsverein Denning)

    Christiane Hacker (Bezirksausschuss 13)

20 Jahre U-Bahn Garching-Hochbrück – mein ganz persönliches Jubiläum

Heute mal etwas rein Privates 😉

Ich war dabei, als Bürgermeister Helmut Karl die erste Vereinbarung zur U-Bahn Garching-Hochbrück 1989 unterschrieben wurde; natürlich auch beim ersten Spatenstich im Mai 1993, wo Karl den Bagger stolz bediente; klar, dass ich auch das Fest zur so lange ersehnten U-Bahneröffnung am 28.10.1995 miterleben wollte. Noch waren es ja auch zehn Tage bis zum Geburtstermin unseres dritten Kindes.

Aber Peter wollte es anders und schneller. Fast kamen wir nicht mehr bis ins Schwabinger Krankenhaus an diesem Samstagmorgen, wo er dann um 9:22 Uhr das Licht der Welt erblickte. Als er so in meinen Armen lag, sah ich vor mir die große Uhr an der Wand – kurz vor 10 Uhr. „Wenn du dich jetzt beeilst, schaffst du es noch zur U-Bahneröffnung“, dachte ich schmunzelnd. Zumindest schaffte ich es schnell wieder nach Hause, wo meine Freundin, die heutige Gemeinderatskollegin der Grünen, Irene Holler, zum Kaffee vorbeikam, um den neuen Erdenbürger zu begrüßen. Am Nachmittag legte ich Peter neben meinen Schreibtisch auf ein Kissen und vollendete die versprochenen, natürlich nicht mehr rechtzeitig geschriebenen Texte für den Stadtspiegel, der an diesem Wochenende Redaktionsschluss hatte 😉

Und da es 1995 mit dem Internet noch nicht so weit war, kam der Chefredakteur am Abend höchst persönlich, die Texte abzuholen – der heutige Bürgermeister Dietmar Gruchmann…

Das ist nun 20 Jahre her und Peter so alt und erwachsen wie die U-Bahn Garching-Hochbrück 😉

 

U-Bahn-Garching-erster-Spatenstich-1993

Peter-28-10-1995

 

 

Radschnellwege werden wichtige Verkehrsverbindungen der Zukunft! Der Radschnellring rund um München muss her!

 

Heute durfte ich im Namen von Landrat Christoph Göbel im Sophiensaal des Finanzamtes für Steuern in München die Aufnahmenurkunde der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune im Beisein des Bayerischen Innenministers Joachim Hermann und der Vorsitzenden der AGFK, Marlene Wüstner, für den Landkreis München entgegen nehmen.

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Voraussetzung für die Aufnahme war eine Befahrung des Landkreises und ein Interview. Beides hatte einen ganzen Tag lang der stellvertretende Landrat Otto Bußjäger mit der AGFK im vergangenen Jahr durchgeführt.

Ich betonte nun bei der Veranstaltung in München, dass gerade der Landkreis München prädestiniert sei als fahrradfreundliche Kommune.
Liegen doch die bestehenden Radring-Verbindungen Münchens fast gänzlich auf meist recht ebener Landkreis-Flur.

Außerdem erwarten wir schon hoffnungsfroh die Entscheidungen zum ersten Radschnellweg in der Region München, der von München Richtung Garchinger Forschungszentrum wohl entstehen wird. Die Beschlüsse hierzu sollen im Kreistag noch im November und in München dann im Februar fallen.

Ich betonte aber auch, dass mit diesem ersten Radschnellwg nicht die Planungen für weitere Radschnellwege beendet werden dürfen. Vor allem der grüne Ring rund um München bedarf geteerter tangentialer Verbindungen für Fahrradfahrer. Nur so wird man den steigenden Verkehr Münchens in Zukunft gewachsen sein. Die verstärkte Nutzung von Pedelecs wird Radschnellwege auch im Winter zu wichtigen Verkehrswegen machen. Innenminister Herrmann nickte unterstützend zu diesen Ausführungen.

Im Kreisausschuss bei der Übergabe der Aufnahmeurkunde an Landrat Christoph Göbel unterstrich ich dies nochmals und betonte in der Sitzung auch, dass parallel zur aktuellen Planung des S-Bahn-Nordrings auch Planungen für Querverbindungen iom Süden und Osten erfolgen müssen. Die wird man zunächst mit Bussen nur umsetzen können. Hier bedarf es aber schon der Vorplanung. Landrat Göbel unterstrich, dass entsprechenden Untersuchungen schon laufen und im kommenden Herbst die Ergebnisse zu erwarten seien.

Allen Fachleuten ist klar, wie wichtig bei der steigenden Mobilitätsanforderung im Großraum München künftig gerade Angebote von Tangential- und Querverbindungen im ÖPNV und für Radwege rund um München sein werden. Hier müssen wir frühzeitig handeln!

Glückwünsche möchte ich den zwei Preisträgern des Fotowettbewerbs des AGFK aussprechen, die aus dem Landkreis sind:
Den 3. Preis holte die Haarer Fotojournalistin Petra Schönberger mit ihrem Bild von der Auftaktveranstaltung am Landratsamt, als die Stellvertretenden Landrätin Susanna Tausendfreund auf ihrem Rad die Gruppe gelber Radlotsen anführte.
Den 1. Preis holte aus Martinsried der Fahrradhändler Klaus Jockers, der eine flotte Radlerin im Geschwindigkeitsrausch ablichtete.
Beide Bilder sollen bald auf der Homepage des Landratsamtes erscheinen, wie ich unter Zustimmung des Landrates im Kreisausschuss gestern auch anregte.

2015 – in einem der reichsten Länder der Erde – Flüchtling sein

Vor mir steht ein Vater und trägt sein Kind. Es regnet. Der Mann zeigt die Füße des Kindes – nackt. Er fragt nach Socken für das Kind. Er hat keine, Schuhe schon gar nicht.

Vor mir steht eine erkennbar schwangere dünne Muslimin. Sie zupft an meinem Arm. Sie merkt, ich bin irgendetwas Offizielles, Jemand, der helfen könnte, von dem sie Mitgefühl erhofft. Sie verweist auf ihr dünnes Kleid. Sie friert. Sie fragt nach einer wärmenden Jacke.

 

Erst im Auto, oder später daheim, als ich mir selbst eine wärmere Jacke aus meinem gefüllten Schrank hole, wird mir die Perversität der Situation klar, fühle ich mich betroffen und beschämt. Klar, ich habe zusammen mit meinem stellvertretenden Landratskollegen Otto Bußjäger sofort den Securitychef in Keferloh gebeten, ob die Frau sich schon einmal eine Decke holen kann – sie wird ihr gebracht – und über den Bürgermeister und den Grasbrunner Helferkreis, sollen auch später am Abend Socken und andere, derzeit dringend benötigte Utensilien gebracht werden. Das wird Alles gut klappen.

 

Aber wie verrückt ist eine Welt, in der kaum Jemand noch Socken stopft, da es einfacher ist, sie neu zu kaufen, ich und Freundinnen vor einem gefüllten Kleiderschrank stehen und denken, was soll ich nur passend anziehen und ich dann Menschen, die wirklich nichts zum anziehen haben, sage, sie müssen sich noch etwas gedulden, bis die Sachen kommen. Warum bin ich eigentlich nicht sofort nach Hause gefahren und habe wie ein St. Martin meine Jacken geholt und geteilt, sondern die Hilfe nur „organisiert“.

 

Was ich heute in den Tennishallen von Keferloh erlebt habe, berührt mich den ganzen Tag und lässt mich so viel über Humanität, christliche Menschenliebe und Dankbarkeit nachdenken. Wenn ich erlebe, wie Kommandant Johannes Bußjäger und seine Feuerwehr-Kameraden bis zur Erschöpfung arbeiten, ein Securitychef und sein Team viel mehr tun als ihre Arbeit, ohne auch nur auf die Uhr zu schauen, wie in der Not und unter Zeitdruck für hunderte Flüchtlinge höchst professionell und mit viel Mitgefühl und Empathie Hilfe geleistet wird, dann ist mir trotz der Sorgen um diese Völkerwanderung, deren Auswirkung wir alle nicht absehen können, nicht bange um unsere Gesellschaft.

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Alt-Landrat Heiner Janik verstorben

Mittwoch 22. Juli 2015 –

 

Lieber Heiner,

 

jeder Nachruf auf Dich, den ich gerade lesen muss, erscheint mir so entsetzlich banal und nüchtern. Er erfasst nicht im Entferntesten, wer Du warst und was für ein besonderer Mensch Du warst. Ich habe mit Dir mein politisches Leben verbracht. Du hast mich geprägt, meine Sicht auf die Politik. Wir waren oft anderer Meinung, ich habe Dir auch im Kreistag, gerade die letzten Jahre viel Kontra gegeben. Und doch bist Du es, der mich zu dem machte, was ich heute bin, der mir politisches Format gab.

So viele Momente durchlebe ich jetzt wieder:

Mein erster Besuch einer Kreisausschusssitzung 1989 in der Kreissparkasse – wie alle über Deine frechen, witzigen Worte zum Müll-Senggutachten lachten – und ich nichts verstand, nur, dass hier ein wichtiger Mann gesprochen hat 😉

Dann die Wahl zum Landrat in Dresden und die Abschiedsfeier 1995 auf Schloss Moritzburg wo wir alle dahinschwitzten und am Ende keiner mehr, auch Du nichts zu Essen bekam.

Dein Krautlauf in Ismaning im ersten Wahlkampf 1995.

Wie Du bei der Einweihung Forschungsreaktor 2 in Garching hinter dem Zaun bei den Grünen standest.

Wie Du erstmals im Bräurosl-Festzelt als Landrat dirigieren durftest.

Wie du Deine erste Kutschfahrt in Ismaning beim Burschenfest peinlich erlebt und gehasst hast – und dann Kutschfahrten Deine Lieblingsfahrten wurden 😉

Wie Du im Salzbergwerk Wieliczka in der eigenen Führung unerschlossener Bereich in den engen Gängen fast nicht mehr durchkamst und ich Panik bekam.

Wie Du voll Stolz und dem Gefühl, etwas für den Weltfrieden getan zu haben, die Partnerschaftsurkunde mit den polnischen Landkreises unterschriebst – und den Grundstein für unsere internationale Begegnungsstätte in Oberschleißheim legtest.

Wie wir in Oulu die Mittsommernacht „Dank“ Wolken verpassten.

Wie Du von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier, Grußwort zu Grußwort mit Deinen frechen Bemerkungen alle zum Lachen brachtest.

Wie Du Deine eigene deutsche Einheit mit der Hochzeit Deines Sohnes Marc und Deiner persönlichen Referentin in Dresden Katrin erleben durftest – und diese Hochzeit und Deine Enkel neben Gisi dein größtes Glück war!

Unzählige Momente, die ich miterleben durfte – und unzählige Gespräche, die mich prägten.

Ich musste Helmut Karl zur letzten Ruhestätte begleiten, Gisela Groth, Menschen, die mir großes Vorbild waren, natürlich auch Erich Zeitler, auch Nikolaus Aidelsburger… Wie viele fröhliche Stunden durfte ich mit ihnen in Deinem Beisein verleben.

Jetzt bist Du gegangen – und der Schmerz darüber breitet sich tief in mir aus.

Ich danke Dir so sehr für Alles!!!

Es langen die Worte nicht, zu beschreiben, wer Du warst. Deshalb versuche ich es mit Bildern.

Deine Annette

 

 

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